Hedwig Jung-Danielewicz Platz

Bei dem Ortsrundgang in Obersdorf machte die CDU Gruppe einen ersten Halt am Hedwig Jung-Danielewicz Platz. Der alte Obersdorfer Ortsvorsteher Egon Dreisbach erläuterte die interessante und traurige Geschichte der Hedwig Jung-Danielewicz und ging besonders auf ihre Verfolgung und Ermordung durch die Nationalsozialsiten ein. Heiner Otto als Ortsvorsteher und Ratskandidat der CDU hob die Bedeutsamkeit des Gedenkplatzes hervor: „An diesem Ort können wir auch den Menschen gedenken, die aus unserer Gemeinschaft zwangsdeportiert und grausam ermordet wurden. Es ist sehr wichtig, auch den Jugendlichen die Geschichten und Schicksale aus unseren Dörfern vor Ort zu zeigen und bei steigender Gewalt von Rechts auf die Folgen dieses Hasses hinzuweisen.“ Nach diesem interessanten und zum Nachdenken anregenden Start wurde der Ortsrundgang fortgesetzt.
 
Ein kurzer Auszug aus Wikipedia:
Hedwig Jung-Danielewicz (* 5. Dezember 1880 in Berlin; † 1942 vermutlich in Weißrussland[1]) war eine deutsche Ärztin. Sie war eine der ersten Frauen in Deutschland, die ein Medizinstudium abschlossen. Als Witwe des Malers Carl Jung-Dörfler verwaltete sie dessen Nachlass. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft 1941 in das Ghetto Minsk deportiert und Opfer des Holocaust. Am 9. Mai 2015 wurde in Obersdorf, dem Heimatort von Carl Jung-Dörfler, ein Platz an der Adresse Unterer Johannes nach Hedwig Jung-Danielewicz benannt und dort ein Gedenkstein mit Bild- und Schrifttafel für sie enthüllt.[38]
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